Blog Langeoog

Fasan auf Langeoog im August 2012
Langeoog August 2012
Langeoog August 2012
Training für den Jacobsweg auf Langeoog

Das schöne Wetter bleibt uns mit 24 °C schon am frühen Morgen treu. Heute ist unser letzter Tag in diesem Urlaub. Morgen reisen wir ab. Da heißt natürlich noch mal einen Strandtag einlegen.


Experimenteller Handycam-Film von Gustav Sommer (c) August 2013

Danke Langeoog! Danke an alle freundlichen Dienstleisterinnen und Dienstleister, guten Köchinnen und Köche, schnellen Zapferinnen und Zapfer, an alle Kellerinnen und Kellner mit Übersicht, Wirtinnen und Wirte mit Weitsicht, Hoteliers, Bäckerinnen und Bäcker, Verkäuferinnen und Verkäufer, Matrosen und Kapitäne, Logistiker, Händler, Strandkorbvermieter, Heckenschneider und Müllmänner, Veranstalter, Verwaltung, Musikerinnen und Musiker, Sängerinnen und Sänger, Trainerinnen und Trainer, Berichterstatterinnen und Berichterstatter und alle die sich um uns Gäste freundlich kümmern, oft ihr Bestes geben und dabei so gut wie nie die Übersicht und Geduld verlieren. Von den ein, zwei Vollpfosten abgesehen, die zum Beispiel nach 20 Minuten immer noch nicht merken, dass neue Gäste im Biergarten sitzen wollen wir hier nicht reden, denn das sind seltene Ausnahmen. Genau wie ein Koch, der Anspruch und Wirklichkeit nicht übereinander bekommt und uns aufgewärmtes und ausgelaugtes Wurzelgemüse als überteuerte Delikatesse verkaufen will. Aber diese seltenen Ausnahmen können die hohe Servicequalität und die Vielfalt der angebotenen Leistungen insgesamt nicht trüben. Ein mangelndes Gefühl der zugewandten Gastfreundschaft konnten wir nicht feststellen. Auch ruhige Stellen lassen sich auf der Insel überall und ohne große Mühe finden. Pirolatal und Melkhorndüne im Osten, der Wald in der Mitte, und Flinthörn im Westen sind bekannte Beispiele. Mit offenen Augen lassen sich schnell viele mehr finden.

Zum Abschied und Schluss unseres Urlaubs können wir noch einen schönen Sonnenuntergang vom Balkon unseres Hotels aus mit Blick auf Kapp-Düne und Wasserturm genießen. Es waren 3 wunderbare Wochen. Ein schöner und erholsamer Urlaub!



Sonnenuntergang am Wasserturm Langeoog 28.08.2013 20:26 Uhr | Foto Gustav Sommer (c) 2013

Das schöne Urlaubswetter hält auf den ostfriesischen Insel an - wie wunderbar 24°C und wolkenloser Himmel mit klarer Sicht. Wir beschließen noch mal in umgekehrter Richtung zur Melkhorndüne mit unseren Stöcken zu walken und einen kurzen Abstecher zur Jugendherberge Langeoog zu machen.

Gesamtstrecke: 12 km

Abends gastiert Bernhard Hoecker im Haus der Insel. Der Saal ist fast ausverkauft und die Comedy macht unter Einbeziehung des Publikums Spaß. Wir werden köstlich unterhalten.

 

 

  

Das Hoch Eliza bringt uns bestes Wetter, einen blauen Himmel und 22 °C. Wir  brechen mit dem Ziel Melkhorndüne auf. Mit unseren Stöcken gehen wir am Wasserturm vorbei, nehmen zur Stärkung am Hauptbad noch einen Kaffee crema, gehen bei auflaufendem Wasser den Strand entlang, wechseln dann wegen der begonnenen Sandaufspülung schon vor dem Übergang "Gerk-sin-Spoor" in die Dünenwege in das Pirolatal. Vorher pausieren wir in der Dünenoase und walken dann weiter am Schlopp entlang zur Melkhorndüne.


Fast geschafft: Am Fuß der Melkhorndüne. Foto Gustav Sommer (c) 21.08.2013

Die etwa 20 m hohe Melkhörndüne ist die höchste Erhebung der Insel Langeoog. Sie war mit einstmals 21,30 Metern Höhe lange Zeit auch die höchste natürliche Erhebung Ostfrieslands. Von hier hat man/frau einen tollen Rundumblick zur Nordsee, zum Wattenmeer, zum Schloop, zur Skyline des Dorfes im Westen und zu den Vogelschutzgebieten im Osten der Insel. Trotz des dunstig gewordenen Wetters genießen wir die Aussicht. Wir sehen und hören unzählige Möwen; aber auch Enten, Gänse und viele andere Vögel, die wir dem Namen nach nicht genau kennen. 

 
Fantastischer Ausblick: Die Melkhorndüne auf Langeoog Foto Gustav Sommer (c) 2013

Smartphone-Film Melkhoernduene 360°

Zurück gehen wir an der Jugendherberge vorbei ins Dorf, um uns im Restaurant "In't Dörp" von dem Ausflug bei Kölsch und Abendbrot zu erholen.

Gesamtstrecke 11 km.

Das Hoch Eliza beschert uns 25° C. Der Himmel ist blau und etwas dunstig. - Strandwetter!

Film

Heute wollen wir mit dem Schiff LangeoogII nach Wangerooge. Also ist um 8:00 Uhr Frühstücken angesagt. Los geht's dann bereits um 9:00 Uhr mit der Inselbahn Langeoog zum Hafen Langeoog.


Hafen-Anleger Langeoog für Fähr- und Ausflugsschiffe - Foto Gustav Sommer (c) 19.08.2013

 

Unterwegs gibt's schon allerlei interessantes zu sehen.

Ausflugsschiff zwischen Langeoog und Spiekeroog. Foto Gustav Sommer (c) 19.08.2013



Zahlreiche Robben auf der Ostseite der Insel Langeoog - Foto Gustav Sommer (c) 19.08.2013 


Zahlreiche Robben auf der Westseite der Insel Spiekeroog - Foto Gustav Sommer (c) 19.08.2013

Nach einer Stunde Fahrt mit der LangeoogII setzen wir auf Spiekeroog Tagesausflügler ab und nehmen weitere Tagesausflügler nach Wangerooge auf. Schon bald sind die Türme der Zielinsel in Sicht. Nach einer weiteren Stunde Fahrt erreichen wir den Anleger von Wangerooge.


Wangerooge in Sicht - Foto Gustav Sommer (c) 19.08.2013

Links ist ein mehrgeschossiger Turm, der heute als Jugendherberge dient, zu sehen. Rechts der neue unbemannte Leuchtturm. Die Inselbahn in Wangerooge hat die seltene Spurbreite von 1 m und wird von der DB betrieben. Sie führt vom Hafen Mitten durch den Nationalpark und über die Salzwiesen zum Dorf. Bei der Fahrt wird schon klar: hier Ticken die Uhren anders. - Also Entschleunigen!


Der alte Leuchtturm von Wangerooge liegt fast direkt am Bahnhof - Foto Gustav Sommer (c) 19.08.2013

Viele der übrigen Bauwerke des Dorfes sind umstritten. Die Idylle ist nach unserer Meinung jedenfalls schon länger weitgehend dahin. Auffallend sind besonders die hässlichen schuhkartonförmigen Gebäude. Die Spitze bilden jedoch die meist mehrstöckigen weißen Gebäude, die das Dorf komplett verunstalten.  Die Politiker der Insel und viele der anderen Akteure scheinen schon länger überwiegend mit dem Ausverkauf der Insel beschäftigt zu sein. - Schade, schade ...


Der Weg vom Bahnhof zum Strand - am Ende das Cafe Pudding - Foto Gustav Sommer (c) 19.08.2013

Herrlich ist jedoch noch der Strand mit seinen weißen Strandkörben und den guten Bademöglichkeiten direkt in der Nordsee.         

 
Der schmale Badestrand auf Wangerooge, ein kleiner Rest der Idylle - Foto Gustav Sommer (c) 19.08.2013 

Hier kann man/frau vom Strand oder den Strandpromenaden aus die "dicken Pötte"  am Horizont beobachten, die von oder nach Wilhelmshaven, Bremen oder Hamburg vorbei ziehen. Bemerkenswert ist auch das Panorama Restaurant "Pudding", das nach dem Krieg von einem Abhörbunker heraus in und auf einer Düne direkt am Strand entstanden ist. Torten aus hauseigener Konditorei und ein atemberaubender Blick auf Strand und Meer versöhnen einen mit der Insel. 


Untere Strandpromenade auf Wangerooge - Foto Gustav Sommer (c) 19.08.2013 

Vor der Abfahrt haben wir noch versucht uns nach Hotels umzusehen. Vielleicht könnte man/frau ja doch mal einen Urlaub hier machen. Aber irgendwie scheint Wangerooge durch und durch eine ferienwohnungslastige Insel zu sein. Bezahlbare Hotels scheinen nicht zu existieren. Oder wir haben Sie zu mindestens nicht gefunden. 3 Wochen im August 2014 für 2 Personen mit Balkon zum Meer war die Fragestellung. Wir fanden keine Rezeption die diese Frage mangels Anwesenheit beantworten konnte. Zurück auf Langeoog und wieder im Internet ergab die Recherche wenig. Ein 4-Sterne Angebot für 6.258,00 € für eine Suite fanden wir bei der mäßigen Infrastruktur und dem flachen Kulturangebot doch ein bisschen happig, wenn auch mit Balkon, Nordseeblick, Frühstück und fast direkt an der Strandpromenade. Auch das Angebot eines 3-Sterne Hotels in Strandnähe (2.Reihe) ohne Balkon aber ggf. mit Meerblick für ca. 3.400,00 € bis 5.040,00 € finden wir nicht so passend für uns.

Um 18:00 Uhr ging's mit der DB-Inselbahn pünktlich zum Anleger von Wangerooge zurück. Am Anleger wartete schon das Ausflugsschiff LangeroogII um uns aufzunehmen. Die Rückfahrt ging allerdings über die offene Nordsee zunächst nach Spiekeroog zurück. Auf der LangeoogII ging's dann - bis wir endlich in Spiekeroog einliefen - seegangmäßig für uns Landratten recht turbulent zu. Der letzte Abschnitt führte erfreulicherweise durchs deutliche ruhigere Wattenmeer. Um 22:00 Uhr waren wir mit der Inselbahn "endlich" wieder im Dorf "unserer Lieblingsinsel" Langeoog. Fazit: Nach diesem interessanten Ausflug wissen wir die Vorzüge von Langeoog noch mehr zu schätzen.