Blog Rennsteig

Rennsteig April 2013
Rennsteig April 2013
Rennsteig April 2013
Rennsteig April 2013
Rennsteig April 2013
Rennsteig April 2013
Rennsteig April 2013
Rennsteig April 2013
Rennsteig April 2013
Rennsteig April 2013
Rennsteig April 2013
Rennsteig April 2013
Rennsteig April 2013
Rennsteig April 2013
Rennsteig April 2013
Rennsteig April 2013

Nach den Schneefeldern die wir nicht geschafft haben, nun eine neue Strategie: Statt 800m bis 900m nun lieber etwas tiefer auf 700m und dafür schneefrei und mit "Zielgarantie". Also an unserem letzten vollen Wandertag wollten wir ohne Schnee zu Ziel kommen. Da haben wir die passende Route herausgesucht. Wir starten von Kahlert (762m) und setzen uns als Ziel die Triniusbaude (700m). Wir parken kurz hinter Kahlert am Waldrand und folgen dem Rennsteig. Schon nach wenigen km haben wir die Teufelsbuche erreicht. An diesem alten und knorrigen Baum der an einem Kreuzweg steht, wurden früher Wegzölle erhoben, so sagt uns das unser hervorragender Reiseführer (Rennsteig, KOMPASS Wanderführer 5259 von Falco und Klaus Harnach).

Über eine Schutzhütte an der Kleinteichwiese führt uns unser Wanderweg zum Gedenkstein "Förster Lassmann". Der Ort ist liebevoll gepflegt; allerdings finden wir den Gedenkstein ein wenig fotografierunfreundlich und eng eingezäunt.

  

Weiter wandert man/frau an Grenzsteinen und Findlingen vorbei über die Schwalbenhauptwiese und die Massertalstraße zur Triniusbaude. Die Triniusbaude ist bewirtschaftet. Es gibt köstliche Thüringer Gerichte, Bier vom Fass und die Bilder an den Wänden und der Baudenwirt erzählt interessante Geschichten.

 

Heute wollen wir es noch mal wissen. Wir fahren bei strahlendem Sonnenschein am Hotel los. Der große Finsterberg (944m) mit seiner grandiosen Aussicht steht auf dem Programm. Wir starten das erste mal vom Parkplatz "Wilde Schweine" einige km vom Bahnhof Rennsteig entfernnt. An der Schutzhütte des Parkplatzes warten wir auf das Ende einer kurzen Regenschauer (die einzige); dann wandern wir bestens gelaunt los. Aber auch hier scheitern wir nach ca. 1 km an den Schneefeldern mitten auf dem Rennsteig. Es ist so glatt, dass wir Warmduscher umkehren. Heute wollen wir nicht aufgeben wir fahren bis zum Parkplatz an der "Alten Tränke" weiter und starten einen neuen Versuch. Alles sieht gut aus. Die ersten Schneefelder können wir prima umgehen. Dann kommt die kurze alternative "blaue" Rennsteigroute bis zum Gipfel. Ein weiteres Schneefeld können wir gut passieren. Aber dann wird's mit dem Eis wieder so glatt, dass wir lieber aufgeben. - Schade, den Gipfel haben wir nicht erreicht; aber "Der Weg ist das Ziel."

Der Rennsteig verläuft in Richtung des Ortsteils Kahlert (762m) über Wiesenwege der Landstrasse entlang. Direkt am Ortsausgang befindet sich gegenüber den Tankstelle eine interessanter Aussichtpunkt rüber nach Frauenwald. Mit dem Fernglas erkennen wir auf der gegenüberliegende Bergkuppe ein "semioptimal" in die Landschaft passendes mehrstöckiges terassenförmiges Gebäude. Wer hat sich das wohl ausgedacht?

Der Weg ins Tal hinab nach Kallert ist gut zu gehen. Leider hat die Gasstätte im Ort Ihre Pforten für immer geschlossen. Wir gehen abseits den Rennsteigs weiter in Richtung Talsperre und später über Wald und Wiese nach Neustadt zurück. Auch hier treffen wir auf den Wegen wieder auf Eis und Schnee, die sich aber heute auch für uns Warmduscher umgehen oder meistern lassen. Am Nachmittag fahren wir nach Frauenwald und kehren in einer Dorfgasstätte ein. Hier klärt uns der unterhalsame Wirt und Jäger bei hervorragendem Wildschwein mit Klößen über das nun zum Abriss stehende ehemalige Erholungsheim der NAV und den Wandel der Zeit auf.  

 

Auf der Karte haben wir die Trinkwassertalsperre Schönbrunn entdeckt. Unsere Neugierde ist geweckt und wir wollen uns ein Stück des Gebietes am Staussee erwandern. Zunächst fahren wir mit dem Auto bis Schönnbrunn. Wir parken im Tal und wandern den Forstweg bis zur Schutzhütte hinauf. Oben angekommen erleben wir die heutige Forstwirtschaft mit schwerem Gerät beim Bäume fällen und zwischenlagern. Auch die kleinen Reste eine Schieferbruchs beeindrucken uns. Dann steigen wir bei bestem Wetter zur Staumauer ab und können den Trinkwasserexperten bei der Entnahme von Wasserproben qausi über die Schulter schauen.

Auf dem Rückweg können wir in der warmen Sonne am Südhang die lagsam auftauenden Kröten bei Ihrer Wanderung beobachten und fotografieren. Beim Abstieg zum Autoparkplatz entdecken wir einen Wegweiser für Wanderer nach Schmiedefeld nur 6,5 km. Wir fahren los und müssen feststellen, das man mit dem Auto doch über 20 km braucht. Aber der Weg hat sich gelohnt. Wir kehren im Hotelgasthof Gastinger ein und erleben einen der kullinarischen Höhepunkte unserer Rennsteigtour 2013. Zwar haben wir überall gut und traditionell gegessen. Aber das Hotel Gastinger in Schmiedefeld bietet mehr. Eine Küche die sich nochmals deutlich vom guten Standardangebot des Rennsteigs abhebt. Freundlicher Service und eine einfallsreiche und exzellente regionale Küche. BRAVO!!! 

Der Frühling lässt Mitte April 2013 noch auf sich warten. Auf unserer ersten Tour scheint zwar die Sonne und es ist angenehme 20°C warm, aber in Wald und Wiese herrschen meist noch die braunen Farbtöne vor. Oder es ist tatsächlich noch weiss.